"realistisches" Internatsspiel: Ideensammlung

  • Hallo ihr Lieben,


    in letzter Zeit sinniere ich mit einem Gesprächspartner intensiv darüber, wie es denn wäre, mal ein Schul- bzw. Internatsspiel aufzuziehen, das richtig authentisch rüberkommt.
    Ich selbst habe noch nicht viele Spiele dieser Art mitgemacht. Aber nach allem, was man so hört/liest, geht es ja meist in die Richtung "fröhlich provozieren, hauen und gehauen werden". Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe rein gar nichts gegen solche Veranstaltungen, besuche demnächst auch selbst so eine und freue mich riesig darauf. Teil so einer fröhlich-frechen Schülerbande zu sein, macht bestimmt großen Spaß und hat seinen ganz eigenen Reiz.


    Nur, im Kopfkino wohnt halt auch noch das Gegenstück dazu: Ein Internat, in dem es so gar nicht albern zugeht. In dem die Schüler solchen Respekt vor den Regeln und Strafen haben, dass sie auf gezielte Provokationen und Albernheiten verzichten.
    Es gibt da ja das legendäre Forbach-Internat, ich kenne es aber nur vom Hörensagen und kann nicht beurteilen, wie ernst es dort tatsächlich zugeht...


    Nun kann man den spielerischen Ernst nicht mit purer körperlicher Gewalt durchsetzen. Mal ganz abgesehen davon, dass es gewisse "Allesaushalter" gibt, die selbst das noch genießen würden :rolleyes: , vergeht einem ja auch ganz schnell die Freude am Spiel (das es ja trotz allen Ernstes immer ist), wenn man einfach nur gnadenlos und womöglich bis zum Absturz durchgeprügelt wird... :umschau:


    Also muss man es wohl über die mentale Schiene schaffen, "ernst" zu bleiben. Zum einen durch gewisse Grundregeln, zu deren Einhaltung sich alle Teilnehmer im Voraus verpflichten. Zum anderen kann man bestimmt auch gewaltfreie Abschreckungsmaßnahmen in die Strafen einbauen, die selbst für einen eingefleischten Masochisten nicht erstrebenswert sind und ihn von einer Wiederholungstat abhalten.


    Ich würde gern gemeinsam mit euch eine Ideensammlung hier reinstellen: Wie muss ein Internatsspiel aufgezogen werden, damit sein ernster Charakter gewahrt bleibt? Welche Voraussetzungen, Grundregeln und/oder Abschreckungsmaßnahmen fallen euch dazu ein?
    Das Thema ist erst mal ganz allgemein - es gibt derzeit keine konkreten Pläne für eine solche Veranstaltung. Einfach mal schauen, was aus diesem Thread eventuell erwächst. :)


    Liebe Grüße
    carolyn

    Manchmal fragt sich sogar der kleine Teufel auf meiner Schulter, was zum Henker ich da eigentlich gerade tue.

  • Zur Vermeidung von Dauerprovokation würde ich eine Art "Three Strikes" Regelung vorschlagen. Also bspw. 3. Besuch beim Rektor bzw. 3. ernsteres Vergehen = 2 Stunden Karzer, man würde quasi aus dem Spiel genommen. Zahl natürlich diskutierbar, vlt auch 4 oder 5.
    Außerdem würde ich sagen: Wenn es knallt, dann knallt es und zwar richtig. Kein Aufwärmen, ein Schüler der es drauf anlegt sollte sich darüber klar sein, dass es fordernd wird.
    Außerdem kann , wie schon erwähnt, auch etwas außer-spankiges und trotzdem unangenehmes erfolgen.
    Übrigens glaube ich, dass auch die "Allesaushalter" ggf. durch Strafen kalt durchgezogen auf die Oberschenkel beeindruckt werden würden.

  • Ich denke, dass es von mir in diesem Zusammenhang auch überhaupt nicht vorlaut ist, bei einem solchen Thema unseren ehrenwerten Hape ans Rednerpult zu bitten, zumal ihn ihn als das "Füllhorn der unendlich sprudelnden Ideen" ansehe.


    Viele meiner eigenen, anfangs sehr nebulös und verschwommeneren Kopfkino-Szenarien haben sich nämlich erst durch ihn und seine realen und virtuellen Vorlagen bei mir richtig gebildet und dann später richtig deutlich heraus kristallisiert. :devil2:

  • Hm - was für ein Thema. Als ich das heute Mittag gelesen habe, hätte ich am liebsten gleich was drauf geschrieben, ging aber nicht, die Pflicht hat gerufen. Doch mein Kopfkino war angelaufen, da konnte ich gar nichts dagegen tun. Wie ich dann bei der Sache war, kann man sich wohl vorstellen. ;)


    Doch nun zur Ideensammlung. der_Wolf hat schon erwähnt die Karzerstrafe, also ausschliessen aus dem Geschehen. Es könnte aber auch jemand vor die Tür gestellt werden (kann mich aus der Schulzeit daran erinnern, war halt dann besonders blöd, wenn der Rektor vorbei kam), wer an einem Schulspiel teilnehmender will das schon. Oder man muss in die Halsgeige und sich zum Gespött aller eine Weile vor die Klasse stellen - wobei es wieder welche gibt, die so was wollen.


    Ich hab da ein Buch "Justiz in alter Zeit", da ist auch ein Kapitel über Schulstrafen drin. Allzu viel gibt dies leider nicht her, doch da ist die "Eselsstrafe" beschrieben: Schüler/in musste sich vor der Klasse auf einen hölzernen Esel setzen, evtl. mit einer Eselmaske auf dem Kopf oder einer albernen Kopfbedeckung, einer Rute in der Hand. Gehauen wurde er aber nicht, nur verspottet. Dies gabs in verschiedenen Variationen, inwieweit sich solches aber für ein Schulspiel in unserem Sinne eignet, bezweifle ich nun eher.


    Soweit mal ein paar erste Gedanken von mir. Vielleicht fällt mir noch was ein, werde auch besagtes Buch nochmals zu Rate ziehen.

    Alles was Spaß macht, hält jung. (Curd Jürgens) ;)
    ... und es gibt tatsächlich immer wieder neue erfüllte Träume ^^:sonne:

  • Vorlaut ist es nicht, lieber hellboy, aber genauso sehr wie hapes Ideen würden mich auch deine ganz persönlichen Gedanken interessieren. ;)

    Manchmal fragt sich sogar der kleine Teufel auf meiner Schulter, was zum Henker ich da eigentlich gerade tue.

  • kommt schon noch liebes carolyn'chen


    ... Ich bin allerdings gerade auf dem unmittelbaren Sprung in nen Kurzurlaub, danach werde ich mich nochmal melden und vlt. auch etwas dazu schreiben :devil2:

  • Ich habe mich jetzt doch ähnlich wie Julle, tatsächlich etwas im Labyrinth meines eigenen Kopfkinos verlaufen und komme daher gar nicht mehr richtig aus diesen Gedanken raus. :verlegen:


    Allerdings gebe ich zu bedenken, dass das Kopfkino eines alten, knorrigen Teufels in diesem Zusammenhang mit Sicherheit ein ganz anderes sein wird, als das einer braven und sittsamen Schulgöre mit ausschliesslichen spanking-Gedanken.


    ... denn was für den Einen schon ein sehr heftiges und absolut erfüllenes Schulspiel ist, mag für den Anderen momöglich gerade nur ein nettes Vorspiel und eine Art Aufwärmen für sehr viel tiefergehende Fantasien sein ... die dann die heile Welt eines solchen Schul-Spiels womöglich sogar total auf den Kopf stellen.


    :devil2:

  • In dem Fall, lieber hellboy'chen, empfehle ich dir, dein Kopfkino mal in folgende Richtung zu lenken: Wie würdest du alter knorriger Teufel dich selbst davon abhalten, die heile Welt des Schulspiels auf den Kopf zu stellen? Vielleicht, indem man dein schülerisches Wohlverhalten nach dem Ende des Schulspiels mit einer teuflisch abgefahrenen heftigen Session belohnt? Aber auch wirklich nur, wenn du dich gut benommen hast! Wär das was? :D


    Freut mich übrigens, wenn der Thread kopfkinoanregend wirkt.
    Den "Missetäter" für eine Weile aus dem Spiel nehmen ist glaube ich ein guter Ansatz. In leichten Fällen vor die Tür schicken (evtl. kann ja danach noch eine verschärfte "Unterhaltung" unter vier Augen geführt werden), in schwereren Fällen tatsächlich komplett eine Auszeit verhängen.


    Persönlich würde mir Wolfs Androhung, dass es "richtig knallt" und kein Spaß wird, schon genügen, um nicht über die Stränge zu schlagen. Aber da tickt ja jeder anders. :rolleyes: Wär ja auch öde, wenn wir alle gleich empfinden würden.


    Bloßstellung und Verspottung vor der Klasse, da bin ich mit julle einer Meinung, dass es für unsere Art von Spiel nicht besonders gut geeignet wäre. Denn die Schüler sollen nach meiner Vorstellung eher zusammenhalten als gegeneinander ausgespielt werden. Das ginge dann so in Richtung Psychospielchen, die m.M. woanders hingehören als in ein Schulszenario.


    LG carolyn

    Manchmal fragt sich sogar der kleine Teufel auf meiner Schulter, was zum Henker ich da eigentlich gerade tue.


  • Persönlich würde mir Wolfs Androhung, dass es "richtig knallt" und kein Spaß wird, schon genügen, um nicht über die Stränge zu schlagen. Aber da tickt ja jeder anders. :rolleyes: Wär ja auch öde, wenn wir alle gleich empfinden würden.

    Es ist m.M.n. absolut zwingend notwendig, dass wenn Spanking als Strafe stattfindet, dieses (den jeweiligen Nehmerfähigkeiten angepasst) auch nach dem wenn-dann-richtig Prinzip erfolgt, damit das Gesamtkonzept funktioniert.
    Sonst passiert nämlich das, was ich selbst schon mal als "Schüler" vor ein paar Monaten gebracht habe (kleine Anekdote, normalerweise ist ja eigentlich der Lehrer *meine* Rolle): In einer der letzten Stunden kam ich etwas zu kurz bzw. der Lehrer war sehr lange mit ein paar anderen Delinquenten beschäftigt. Ich habe mir dann selbst 50 RS auf den Strafzettel geschrieben und bin damit ins Rektorat marschiert (hat er glaube ich gar nicht bemerkt in dem Chaos).
    Am Ende des Tages hatte ich ca. 400 auf dem Zettel ;)
    Und DAS würden wir ja bei einem etwas realistischeren Schulspiel vermeiden wollen, oder?
    (Wobei ich in der passiven Rolle mit der Gaudi Version wunderbar klar komme, die "ernste" würde ich nur als Lehrer spielen)

  • Hallo Carolyn,
    das eine gute Idee, diese Art einmal zu probieren. Ich selbst war noch nie bei so einer "Spaßsession" würde aber gerne mal mitmachen. Meist haben bei mir die Termine nicht gepasst. Aber mein Kopfkino geht auch eindeutig in die Richtung deiner Ansätze. Denn die wahre Situation, Angst und Furcht vor etwas zu haben kickt bei mir erst richtig. Denn die sog. Ungewissheit machts aus. Ich finde, es sollte sein, wie beim Verliebtsein, es muss kribbeln im Bauch!! :verlegen:
    Ich versuche mal aus meiner Sicht eine Sammlung zusammen zu stellen. Heute habe ich erstmalig diesen neuen thread gelesen und werde dazu in mich gehen. ;)

  • mhhhhh.... ist ja eigentlich gar nicht mein Metier, aber die ein oder andere Idee hätte ich schon. Die Sache mit vor die Tür stellen oder gar die Sache mit dem Ausschluss wäre eine Möglichkeit. Wobei man da dann schon Gefahr läuft, dass gar nichts mehr stattfindet und was tut der arme Lehrer, wenn er niemanden mehr verhauen muss?


    Eine der Möglichkeiten wäre natürlich dass cool caning, ich denke, dass würden sich die wenigstens wünschen. Auch eine Möglichkeit wäre das Strafknien, auf einer Leiste oder einem Besenstil, klingt harmlos, aber nach nicht allzu langer Zeit wird es ziemlich schmerzhaft. Oder ein Buch mit ausgestrecktem Arm balancieren, auch nicht gerade erstrebenswert.
    Auch gäbe es die Möglichkeit eines Knebels oder eine Fesselung. Kann man auch äußerst unangenehm gestalten.
    Möglich wäre auch jemanden Liegestütze oder Kniebeugen machen zu lassen und das nicht nur ein, zwei, sondern schon so lange, bis man echte Reue verspürt.


    Bei richtigen Demütigungen wäre ich vorsichtig (wie die Sache mit dem Esel), das kann viel schneller zu einem Absturz führen als körperlicher Schmerz, vor allem, wenn jemand sehr in seiner Rolle eintaucht.


    Gruß,
    euridike

    Ich streite nie, ich stelle nur klar, warum ICH Recht habe :domina:
    Man muss den Mann nehmen wie er ist, man darf ihn nur nicht so lassen :angel3:

  • Auch eine Möglichkeit wäre das Strafknien, auf einer Leiste oder einem Besenstil, klingt harmlos, aber nach nicht allzu langer Zeit wird es ziemlich schmerzhaft.

    Das mit dem Strafknien steht auch in meinem besagten Buch, allerdings auf einem Holzscheit oder auf Erbsen. Da dies aber - wie euri schon sagte - nach geraumer Zeit eine sehr schmerzhafte Angelegenheit werden dürfte, wollte ich dies nicht anführen. Und schließlich sind wir ja - obwohl wir Schule bzw. Internat spielen wollen - nicht mehr die Jüngsten (siehe alter knorriger Teufel). ;)


    Ansonsten möchte ich noch dem "wenn-dann-richtig-Prinzip (natürlich den Nehmerfähigkeiten angepasst)" von Wolf beipflichten, ich meine das macht alles realistischer.

    Alles was Spaß macht, hält jung. (Curd Jürgens) ;)
    ... und es gibt tatsächlich immer wieder neue erfüllte Träume ^^:sonne:

  • Ich hoffe, dass ich mit meinem Ausführungen das Kopfkino einiger nicht kaputt mache.


    Da sogenannte „legendäre Schulspiel in Forbach“ war nur in Teilen legendär. Die Idee war sehr gut, Teile des Schulspiels auch Klasse, aber es gab auch weniger gute Teile. Insbesonders Sonderwünsche haben immer zu einer Abweichung vom eigentliche Rahmen geführt und eher gestört. Versuche mal grob zusammenzufassen wie der unaufgeweichte Rahmen in etwa auszusehen hätte.


    Da in einem Schulspiel Menschen mit unterschiedliche Neigungen zusammentreffan, muss man sich unbedingt zuerst strikt am Schulalltag (Internat) der alten Schule orientieren. Da die Schüler und Lehrer in unterschiedlichen Jahren Zeiten „ihre Schulzeit“ erlebt haben ist ein vorgegebener Rahmen ein muss.


    Schüler und Lehrer haben jeder für sich ein eigenes Kopfkino. Aus diesem Grunde ist es unerlässlich, dass sich alle die daran teilnehmen, innerhalb des vorgegebenen Rahmens bewegen müssen. Ansonsten Strafen, auch körperliche wie in der „alten“ Schule mit bis zum (bisher nie dagewesenem) Schulverweis. (Sinn des ganzen ist, eine Macht/Ohnmacht Atmosphäre zu schaffen, in die sich Schüler/innen hineinbegeben ohne im Detail zu wissen was bei Verfehlungen auf sie zukommt.) Sie wissen nur, dass innerhalb des abgesteckten Rahmens die einzelnen grob beschriebenen „Strafen“ stattfinden.


    In einem solchen Rollenspiel sollten die weiblichen Schülerinnen grundsätzlich nur mit Rock, nicht zu sehr Mini und weisser Unterwäsche bekleidet sind. Die Jungs sollten nur kurze Hosen tragen. (Diese Form der Schulkleidung dient der sichtbaren Tatsache ein Schüler zu sein.


    Da in der Regel Schüler/innen die aus der Neigung Ageplay kommen mit Schülern aus anderen Neigungen wie welche mit Denütigung- und Erniedrigungswünschen, wieder andere die mehr den Exebitionismus , wieder andere gerne eine gewisse Angst verspüren wollen und auch noch andere Neigungen würde ich verlangen, dass die Schüler/innen ihre Neigungen aber auch Tabus mittels einer kurzen Schulbewerbung per PN/mail einer Person zusenden, (confidential) damit die Lehrkräfte ggf. so die Möglichkeit haben je nach eigener Stärke/Schwäche auf die angegebenen Neigungen am besten einstellen können.


    Alle Schulstrafen, Eselsmütze, Ecke stehen und weiteres, sowie als Schulstafinstrumente Hand, Tawse, Paddel, Rohrstock vllt. Rute sollte man nicht erweitern. (z.B. Bullwhip ist kein Schulsinstgrument)
    Mein Vorschlag, Schulspiel/Internatspiel nur einen Tag ggf. noch mit Kontrollen in der Nacht. Für den nächsten Tag könnten dann Spiele/ggf. Nacherziehungen mit gewünschten Personen und Instrumenten vereinbart werden.
    Denke, dass eine solche Planung zuerst einen öffentlichen Termin mit Fragen wer daran teilnehmen möchte abgerufen werden müsste. Danach dürfen nicht mehr als allerhöchstens 3 Involvierte die Leitung übernehmen und das
    erstellen. Diese wären auch die Ansprechpartner für Wünsche, deren öffentliche Umsetzung nur im engen Rahmen des Schulspiels, ansonsten nur außerhalb des Schulspiels erfüllt werden sollten.


    Dies ist nur ein grober Abriss über die m.m.M. nach richtige Herangehensweise, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Veranstaltung im größerem Rahmen eine völlig andere Planung und Zeitaufwand erfordert, als wenn man in kleinem Rahmen spielt.


    (zu Julle, beim Forbach Internat vor zwei Jahren hat die Klasse einen kleinen Ausflug ins Grüne –in Schulkleidung-- gemacht und mussten im Freien das Lied singen „Das wandern ist des Müllers Lust…….) Wer wegen der durch die tiefen „Bässe“ der Schüler erstaunten Radfahren oder Spaziergänger die vorbeikamen sich nicht adäquat verhalten hat, bekam im Freien einen Hinternvoll)


    Im übrigen ist das Schulspiel seitens der Schüler/innen optimal, da ja gerade sie die Möglichkeit haben Strafen weitgehnend zu vermeiden oder zu provozieren. (Wir hatten in Forbach mal eine Schülerin, die hat sich durch korrektes Verhalten allen Strafen entzogen, trotz Provokationen ihren Mitschüler) In einem solchen Rollenspiel haben eigentlich die Schüer/innen das Heft des Handelns in der Hand. Aber wehe sie überziehen…………….


    Ich würde davor warnen, den Rahmen in allen Einzelheiten/Facetten zu veröffentlichen. Die Schüler/innen müssen mit einem überschaubarem „Risiko“ sich einer „Ohnmacht“ den Regeln unterwerfen. (Vorlagen über Pflichten der Schüler/innen und Kompetenzen Lehrer/innen, sowie die die einzelnen Strafbeschreibungen, könnten bei Interesse jederzeit veröffentlicht/oder zur Verfügung gestellt werden.)

  • Ich weiß nicht, ob ich etwas übersehen habe, aber möchte doch meinen Senf dazugeben. Ich bin wahrscheinlich inzwischen der einzige unter uns, der noch das erste Internat 2006 mitgemacht hat und auch die darauf folgenden, von denen ich zwei mitorganisiert habe.
    Die "legendäre" Veranstaltung von hape hat tatsächlich eine Menge Dinge verschärft und neu eingeführt. Daher sollte man seine Vorschläge unbedingt berücksichtigen. Es ging bei den ersten Internaten in Forbach nicht so strukturiert her, aber doch relativ streng. Wir hatten z.B. eine ganze Pallette von leichteren Strafen, ehe es zur Sache ging. Dazu gehörte das Waschbretrt, die Erbsen, das Hochhalten eines Buches, das Ecke-stehen, und natürlich die Dunce-Cap. Ich habe die noch von damals irgendwo im Schrank.
    Der Unterricht war am Anfang schon ernsthaft. Ich selber habe mich intensiv mit der Fibonacci Serie beschäftigt, oder verschieden große Leute mit den Körpermaßeinheiten den Raum vermessen lassen. Lämmchen kam dabei zum gleichen Ergebnis wie einer der langen Männer. Aber dann es ging zunehmend lustiger zu, wobei der "Frosch" der absolute Höhepunkt war (wer dabei war, wird das nicht vergessen). Das waren dann auch die Zeiten, wo wir uns nicht anders helfen konnten, als einen der Lehrer hinten im Raum zu positionieren, um einigermaßen die Kontrolle zu behalten. Daher finde ich hapes relativ harten Regeln sehr gut. Das verhindert ein totales Verflachen der Vernastaltung.
    Kreativität von Lehrern und restlichem "Personal" war natürlich auch eines der Standbeine. Damals wurde noch geraucht. Das brachte den "Hausmeister" auf die Idee, die Aschenbecher in einer Pause auf den Boden (Fliesen) zu entleeren und nach der Pause die völlig glaubhaft entgeisterten Schüler des Vandalismus zu beschuldigen. Am Ende einer sehr lebhaften Diskussion stand die gesamte Klasse vor meinem Rektorat. An diesem Tag habe ich meine RS Schlagtechnik erheblich verbessert! ;) . Auch das "Filzen" eines Schlafraums mit dem Resultat, dass dort unzüchtige Magazine gefunden wurden, gab Anlass für Sorgen unter den Schülern, wer noch erwischt werden könnte, weil alle Beschuldigungen natürlich frei erfunden waren. Das verstärkt natürlich das Gefühl des Ausgeliefert Seins unter den Schülern. Ich persönlich kann mich in meiner Schulzeit durchaus noch an die Allmacht der Lehrer erinnen. Das war sehr real, vor allem, weil unsere Eltern sich meistens mit den Lehrern gegen uns verbündeten.
    Ein wesentliches Element war die Rolle des Rektors, der mindestens einen ganzen tag lang zuständig für die harten Sachen war. Das hatte für die Schüler ein Element der Berechenbarkeit, denn es sprach sich schnell herum, was es bei mir "setzte", vor allem bei Wiederholungstätern. Das kann abschrecken, aber auch zum Ausreizen verführen; ich habe beides erlebt.
    Forbach hatte den Vorteil, dass viele über Nacht im Haus blieben. Das ist ja der einzige Weg, im Prinzip 24 Stunden zu spielen. Auch sollte die location Möglichkeiten bieten, Schüler einzusperren oder z.B. unter die kalte Dusche zu stellen. Die Anst vor einer Tracht auf den Nackten im Grünen hat schon was. Ich habe auf einer Bank am Wanderweg oberhalb des Smotel einmal eine Dame versohlt. Der Kick war sensationell.
    Ich finde die Idee, ein authentisches Internat zu veranstalten sehr gut, aber die Crux ist die Location, d.h. auch die Nacht mit einzubeziehen.


    Donpascual

  • Ich lese jetzt schon eine gewisse Zeit mit, mein Kopfkino läuft und läuft und läuft … Zucht und Ordnung wie in der sogenannten guten alten Zeit … jaaaa. :rolleyes: Kann trotz meines fortgeschrittenen Alters auf eine schlagfreie Schullaufbahn zurückblicken. Mich würde es einfach kicken, diese konsequente Strenge und auch das Ausgeliefertsein zu erleben ... mal wieder.


    Der Unterschied zu den Spaß-Internaten (bitte nicht falsch verstehen … bin/war oft genug und gerne dabei) liegt darin, dass die Einhaltung der ausgegebenen Verhaltensregeln vorausgesetzt wird und die Schüler, die sich zu so einer Veranstaltung anmelden, auch bereit sind, sich diesen Pflichten zu unterwerfen … zumindest so grundsätzlich … :D Ich denke, dadurch werden DAUERprovokation und STÄNDIGES Stören des Unterrichts kein Thema sein. Ist z.B. bekannt, dass Schüler nach dem 3., 4. oder wievielten Mal auch immer für eine längere Zeit weggesperrt wird und somit nicht mehr am Geschehen teilnehmen kann, wird Schüler sich entsprechend „gut genug“ verhalten, um genau da eben nicht zu landen. Sollte es dennoch jemanden geben, den das kickt, weiß er oder sie, was zu tun ist. Der Leererschaft wird es ansonsten problemlos gelingen, durch andere Erziehungsmaßnahmen (ist ja schon so einiges genannt worden … z.B. vor die Türe schicken, Ecke stehen, (sinnlose) Strafarbeiten, Klassenzimmer-/Küchendienst, Nachsitzen – da gibt es bestimmt noch so einiges mehr), aber in erster Linie durch den Einsatz der unterschiedlichsten Instrumente und „Techniken“ oder auch nur durch die Androhung gewisser Strafen beim nächsten Vergehen die Schülerschar im Zaum zu halten und sich den notwendigen Respekt und Gehorsam zu verschaffen. Vlt. sind hier auch Kollektivmaßnahmen bzw. kollektive „Präventionsmaßnahmen“ im gewissen Rahmen geeignet. Und was die bullwhip angeht, bin ich persönlich völlig anderer Ansicht lieber hape … öffentliche Auspeitschung auf dem Schulhof zur allgemeinen Abschreckung … würde nicht nein sagen .... :domina:
    Bin auch der Meinung, dass sogenannte Psychospielchen hier nicht hingehören. Das Macht-/Ohnmachtsgefälle kann nur bis zu einem gewissen Grad funktionieren. Bei Bestrafungsmaßnahmen wie z.B. Hinknien (worauf auch immer) oder auch die kalte Dusche ist die körperliche Verfassung/der Gesundheitszustand desjenigen zu beachten … aber vlt. wird ja auch ein Kran bereitgestellt, um Schüler wieder auf die Beine zu bekommen. :lol:


    Aber bei allen Regeln und Vorschriften, die es einzuhalten gilt, halte ich eine Totalkontrolle der Schüler für kontraproduktiv (z.B. durch die Anwesenheit von mehreren Lehrern in der Klasse, nur um diese genauestens zu beobachten) … das hemmt, überhaupt etwas „ausfressen“ zu wollen … macht ja schließlich keinen Spaß, SOFORT aufzufliegen … Der Unterricht lebt schließlich auch von der „Kreativität“ der Schüler. Wenn ALLES im Keim erstickt wird, läuft man Gefahr, eine eingeschüchterte und viel zu brave Schülerschar vor sich zu haben … armer Leerkörper … müsste dann doch wirklich Stoff für eine ganze Unterrichtsstunde parat haben … :baeh:

    Dance as though no one is watching you.
    Love as though you have never been hurt before.
    Sing as though no one can hear you.
    Live as though heaven is on earth.

    (Alfred D. Souza)

  • Ich danke euch allen für eure vielen Gedanken und ausführlichen Antworten. :blume1:
    In den nächsten Tagen werde ich versuchen, aus allen genannten Dingen (auch drüben aus der Spankingzentrale, wo ich die selben Fragen gestellt habe) eine kompakte Liste der wichtigsten Punkte zusammenzuschreiben.


    Vielleicht finden bis dahin ja auch noch diejenigen, die sich noch ausführlicher äußern wollten, Zeit zum Schreiben. :)


    Eins muss ich jetzt mal noch herausgreifen: Donpasquals Taktik, den Schülern irgendwelche Vergehen unterzuschieben, die sie gar nicht begangen haben (Schweinkram-Magazine im Schlafsaal, ausgeleerte Aschenbecher). Das kann in der richtigen Konstellation durchaus ein Gewinn sein, kicken und Spaß machen. In mein Bild von einem Internatsspiel passt es allerdings nicht so ganz. Denn dadurch wird den Schülern ein Stück weit die Kontrolle genommen, ob sie sich den Strafen aussetzen oder eben nicht. Mit dieser Taktik übernimmt der Lehrer die Kontrolle und verhängt willkürlich eine Strafe über den, dessen Arsch er vielleicht gerade Lust hat zu verhauen. Das ist eigentlich unfair: Die Schüler sollen sich im Rahmen bewegen, damit nicht zuviel Quatsch passiert. Aber wenn es dem Lehrer zu wenig Quatsch ist, kann er beliebig den Quatschfaktor erhöhen...? :hmm:


    LG carolyn

    Manchmal fragt sich sogar der kleine Teufel auf meiner Schulter, was zum Henker ich da eigentlich gerade tue.

  • ...Mit dieser Taktik übernimmt der Lehrer die Kontrolle und verhängt willkürlich eine Strafe über den, dessen Arsch er vielleicht gerade Lust hat zu verhauen. Das ist eigentlich unfair: Die Schüler sollen sich im Rahmen bewegen, damit nicht zuviel Quatsch passiert. Aber wenn es dem Lehrer zu wenig Quatsch ist, kann er beliebig den Quatschfaktor erhöhen...? :hmm:


    LG carolyn


    "Die erste Regel des Fight Club lautet: Ihr verliert kein Wort über den Fight Club! Die zweite Regel lautet: Ihr verliert KEIN WORT..."


    Sorry, falscher Film, aber das Prinzip ist das Gleiche: Bei diesem Konzept gibt es keine Willkür und kein Chaos.
    Das ist die sinngebende zentrale Regel des ganzen Spiels, es soll realistisch sein.
    Der Schüler HAT es in der Hand, komplett straffrei auszugehen.
    Aber WENN er/sie den Bogen überspannt, dann könnte im Einzelfall schon die individuelle Grenze getestet werden.
    Lehrer, die nachweislich mit Willkür agieren, könnten ja auch vorübergehend vom Dienst suspendiert werden.
    In diesem Zusammenhang wäre auch wichtig, dass von vorneherein klar ist, dass bei den Schülern auch "Neulinge" eingebaut werden können, die Lehrerschaft sich aber aus "alten Hasen" rekrutiert, die es nicht nötig haben, ein Schulspiel zur "Frischfleischbeschaffung" zu missbrauchen, um mal eine alte Diskussion aus einem anderen Forum aufzugreifen.

  • Eins muss ich jetzt mal noch herausgreifen: Donpasquals Taktik, den Schülern irgendwelche Vergehen unterzuschieben, die sie gar nicht begangen haben (Schweinkram-Magazine im Schlafsaal, ausgeleerte Aschenbecher).

    ist das nicht gerade sehr realistisch. War es nicht früher auch so, dass Lehrer oftmals willkürlich ihre Macht ausgelebt haben und Schüler darunter gelitten haben.


    Selbst in meiner Schulzeit war es so, dass Lehrer, wenn sie jemanden auf dem Kieker hatten, der Schüler einem schon leid tun konnte, auch wenn es da keine körperliche Züchtigung mehr gab. Empfindet man nicht gerade bei solchen Ungerechtigkeiten die Macht/Ohnmacht?, weil man sich eben kaum dagegen wehren kann........

    Ich streite nie, ich stelle nur klar, warum ICH Recht habe :domina:
    Man muss den Mann nehmen wie er ist, man darf ihn nur nicht so lassen :angel3:

  • @euridike
    Das auf-dem-Kieker-haben ist aber


    1. Ein Langzeit-Effekt, der in einer Wochenende-Veranstaltung kaum vom Start weg reproduziert werden kann.
    2. dürfte sich in der Regel nicht auf schwere Strafen bezogen haben.
    Zuordnungen wie Tafel putzen etc. könnten jeden jederzeit treffen und somit trotzdem für eine gewisse Grund-Unsicherheit sorgen.
    3. Völlige Auslieferung einer regellosen Willkür dürfte Killer-Kriterium für die meisten Interessenten sein.


    Und so nebenbei bemerkt...für die Lehrer dürfte es auch reizlos sein. Mir irgendwelche Gründe zum Versohlen aus den Fingern zu saugen ist einfach nicht der Sinn der Sache.
    Es versteht sich doch von selbst, dass jeder Schüler "testen" will. Pech für ihn, dass er/sie nicht weiß, was kommt und es unter Umständen richtig unangenehm werden könnte ;)

  • Meine Vorschläge stammen aus der Erinnerung, die also im Kopfkino hängen geblieben sind. Wenn das neue Konzept auf absolute, tatsächliche Authentizität abzielt, dürfte der Spass sehr begrenzt sein.
    Es ging mir bei der Kalt-Dusche weder um das Ignorieren individueller Behinderungen, die bestimmte Strafen absolut verbieten, noch um totale Willkür. Bei der Palette der Möglichkeiten, eine Klasse in Schach zu halten, sollten die Lehrer die Art der Strafen natürlich dem Vergehen anpassen. Wir sind alle keine gelernten Pädagogen, aber ein wenig Menschenkenntnis sollte vorhanden sein.


    Gehen wir doch einmal davon aus, dass jeder, der dort hinkommt, damit rechnet, igrendwann den Hintern voll zu bekommen - da geht doch keiner hin, der das vermeiden will!! Das ist wie in unserem Gerichtshof. Wer will denn einen Freispruch? Ich habe in einem Internat erlebt, dass jemand einen ganzen Tag lang brav war und am Folgetag gleich dreimal hintereinander über die Stränge schlug - beim dritten Mal bekamm solche Senge, dass er genug hatte. Da war ich provoziert, nicht er ein armes Opfer.


    Was die Sache mit den Zigarettenkippen anbelangt, war das ein Beispiel, aus dem sich nicht nur eine Massenbestrafung ergeben konnte, sondern möglicherweise auch Klassenkeile, wenn dieses Sauerei nicht vom Hausmeister zu verantworten war, sondern von einem Mitschüler. Jeder, der an solch einem Event teilnimmt muss einkalkulieren, dass es Ungerechtigkeit geben kann.
    Bierernst kann doch nicht der Zweck der ganzen Übung sein, oder ....?
    Und wenn da Dinge erwähnt werden wie Tafel putzen, Küchendienst u.ä., das sind keine Strafen sondern selbstverständliche Pflichten für jeden Schüler. Die wurden schon gleich zu Anfang verteilt.


    Ganz am Anfang haben wir tatsächlich überlegt, ob jeder etwas unterschreiben sollte, nicht juristisch gegen uns vorzugehen, weil ihm die Sache zu hart wurde. Das ist Gott sei Dank nie ein Thema gewesen, war aber auch nicht ganz unbegründet. Daher sollte der Spass gegenüber dem Ernst des Schullebens schon gleichrangig sein.

    Führt mich nicht in Versuchung, ich finde meinen Weg alleine

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