Vanilla als Partner? Geht das überhaupt?

  • Hallo an alle. Ich hab ein Thema das mich persönlich betrifft und wahrscheinlich sehr viele von euch auch. Meine Frau und ich kennen uns inzwischen schon fast 25 Jahre. Damals wurden wir verkuppelt und hätten unterschiedlicher nicht sein können. Doch Unterschiede ziehen sich bekanntlich an und so feiern wir nächstes 20. Hochzeitstag. Wir lieben und respektieren uns gegenseitig sehr daran hat sich nichts geändert. Ich habe ein Haus gebaut, wir haben 2 glückliche Kinder, Freunde/Familie alles freundlich und normal....... ein schönes Leben halt, so wie es viele führen. Nur bei uns gibt es ein Problem das unsere Beziehung sehr stark auf die Probe gestellt hat und immer noch eine Herausforderung ist.

    Meine Frau ist »Vanilla« ......Vanilla....... ist eine Person die keine Spanking Leidenschaft,Passion, Vorliebe,Fetisch hat wie man es auch immer nennen mag. Den Ausdruck Vanilla habe ich aus verschiedenen Podcasts die ich ab und zu höre. Wie auch immer.... bei mir ist die Spanking Leidenschaft ziemlich ausgeprägt, indem ich es ständig im Kopf habe seit ich ein Kind war. Mal mehr mal weniger. Richtig verstanden und akzeptiert habe ich es erst später. Vorher hab ich mich irgendwie unsicher und nicht normal gefühlt. Hab mich auch geschämt deswegen. Zurückblickend muss ich auch sagen das ich als halb Amerikaner in der Erziehung und Kultur auch mit Bestrafung aufgewachsen bin. Leider war es bei mir aber oft auch unnötig brutal und unkontrolliert, aber das ist eine andere Sache. Am Anfang waren wir auf dem selben Level und es hat uns beiden gefallen den anderen etwas zu versohlen. Doch im Laufe der Jahre hat sich das geändert und es hat sich gezeigt..... dass ihr anfängliches gefallen daran .....beim erkunden bzw. ausprobieren stehen geblieben ist, wobei mein Interesse und Spaß daran, sich als Leidenschaft oder Passion entwickelt haben. Das bedeutet nicht das ich häufig meine Vorliebe auslebe, leider ist eher das Gegenteil zur zeit der Fall.

    Wir haben natürlich schon oft versucht spanking in unsere Beziehung einzubauen aber ich kann es nicht genießen und entgegennehmen da mir bewusst ist ..... sie macht es als gefallen und nicht weil es ihr gefällt. Man merkt das sie es es nicht fühlt oder ihr Ding ist. Sie mag es auch nicht mehr besonders versohlt zu werden. Sie könnte es nie so tun wie ich es bräuchte und ich kann es bei ihr nicht umsetzten wie ich will. Ich bin mir nicht mal so sicher, ob ich wirklich will, das mich meine frau dabei sieht wie ich es mir wünschen würde versohlt zu werden. Den Sex beeinflusst es nicht. Aber somit ist es für mich unmöglich mich entsprechend fallen zu lassen um so bestimmte Emotionen und Gefühle raus zu lassen(Subspace)die im alltag immer stets verborgen bleiben. Für mich ist das die einzige Möglichkeit das zu tun. Ich glaube aus diesem Grund habe ich neben der aktiven auch eine passive Spanking Neigung. Natürlich hat das ganze Thema auch einen erotischen Aspekt. Jedoch wenn ich passiv bin steht für mich eindeutig die Bestrafung im Vordergrung. In vielen Gesprächen hab ich versucht das zu erklären, ist aber verständlicherweise schwer zu verstehen...... um mit sich und dem bereits erlebten klar zu kommen, will mann wie früher, als man noch ein kind war streng bestraft werden....... ist wirklich verstörend zu hören aber wie ich heute weiß überhaupt nicht außergewöhnlich. Wenn ich der aktive bin dann ist es rein aus Spaß und Verantwortung. Es gefällt mir wenn sich der Rücken einer unartigen Dame durchbiegt, wenn meine Hand oder ein Gürtel auf ihren Hintern klatscht und während sie dabei über meinem Knie liegt. Der eigentliche Reiz ist jedoch die Verantwortung und die Möglichkeit genau das zu geben wonach ich so verzweifelt suche. Das ist meine Passion mein talent. Ich kann nachvollziehen weshalb und auf welche Weise man sich wünscht bestraft zu werden. Ich investiere sehr viel Zeit und Phantasie darin weil ich mich real hineinversetzen kann. Alles daran fasziniert mich. Das man auf diese Weise wieder Gleichgewicht und Ausgeglichenheit findet ist einfach genial. Und alle auf verschiedene Weise/Intensität/location/situation/Szenario/Vergangenheit. Das hat ein riesiges Potenzial und wird meiner Meinung nach unterschätzt. Aber ich würde es bei mir immer noch als passion und nicht als fetisch bezeichnen da ich auch ganz normal Sex haben kann ohne das spanking dabei eine Rolle spielt.

    Irgendwann habe ich begonnen kontakte zu anderen zu suchen. Meiner Frau habe ich nichts gesagt davon. Gefesselt wollte ich mehr wissen weil ich super neugierig war und unerfahren sowieso. Natürlich war ich mega egoistisch und ein riesen Arsch meiner Frau gegenüber weil das natürlich auch lügen und verschweigen beinhaltet. Aber ich war auch Stur. Und Verdruss/Enttäuschung haben meine Entscheidungen geprägt. Ich hatte immer das Gefühl etwas zu verpassen/verdrängen was zu meiner Persönlichkeit gehört. So vergingen ein paar Jahre die mir viele treffen und Erfahrungen ermöglichten. Es waren fast alles sehr schöne treffen. Aber das schlechte Gewissen meiner frau gegenüber vorher und nachher war immer extrem beschissen. Hier muss ich aber gleich betonen, das bei keinem dieser Treffen, egal ob privat oder professionell es zu irgendeiner sexuellen Handlung zwischen mir und der jeweiligen Partnerin gekommen ist. Ich könnte meine Frau niemals verletzen. Ich liebe sie sehr und würde sie auch nie verlassen. Ich weiß auch das sie ähnlich über mich denkt.

    Irgendwann ist es aber logischerweise dazu gekommen das sie Verdacht geschöft hat und so kam es zum großen Gespräch. Es stand viel im Raum. Trennung? Scheidung? nochmal versuchen das Thema einzubauen? Das wichtigst ist auf jeden Fall alles auf den Tisch zu bringen. Reden reden reden. Und dabei ehrlich sein. Wenn es einen Weg gibt dann ist das die Grundlage. Jedenfalls was uns betrifft. Es ist super schwer aber sobald meine Frau verstanden hat das es ......FÜR MICH........ kein sexuelles sondern vielmehr einen Psychologischen Hintergrund hat ist es leichter geworden. Es waren lange Gespräche. Oft kam es auch zum Streit. Sie hat auch erwähnt das ich immer wie verändert,gut gelaunt irgendwie erleichtert von meinen treffen zurück komme ohne das sie wusste wo ich eigentlich war. Schließlich kamen wir zu dem Schluss..... Ich darf zu treffen gehen aber sie will nicht getäuscht oder belogen werden. Das kann ich absolut nachvollziehen und am Anfang habe ich mich riesig darüber gefreut. Doch nach ein paar treffen weiß ich das jetzt vielleicht noch schwieriger werden könnte. Das schlechte Gewissen vorher und nachher ist geblieben weil ich das eigentlich mit meiner Frau tun sollte. Dazu kommt noch, jetzt wenn es meine Frau mitkriegt ist ihr Verhalten mir gegenüber verständlicherweise an den Tagen vorher nachher von Eifersucht und misstrauen geprägt.

    Sie kann nicht mit dem Thema spanking anfangen das respektiere ich. Ich verlange es nicht von ihr denn ich will sie nicht dahin verändern was sie nicht ist. Perfect so wie sie ist und sie ist auch noch die liebste person der welt.... allein schon das sie es mir vertraut und ermöglicht andere zu treffen ist außergewöhnlich und ich hab sie eigentlich nicht verdient. Aber es verletzt sie wenn ich adere treffe und so habe ich seit einiger Zeit damit aufgehört.

    Das ist jetzt zwei jahre her. Unsere Beziehung ist besser aber mein Zustand ist eher nicht so wie vorher. Und so haben sich auch alle meiner Kontakte aufgelöst. Jetzt ist man komplet alleine weil niemand abgesehen von der Frau davon weiß aber sie leider nicht das gleiche Interesse hat.

    Das kann zeitweise Einsamkeit,selbst zweifel,Depressionen und resignation bedeuten. Böse Gedanken. Und solch Phasen werden immer regelmäßiger. Ich hab ein gutes Leben, nur kommt es mir ziemlich beschissen vor. Ist es das alles wert? Ich kann kein komplettes Leben wegen einer Leidenschaft aufgeben? Wegen einem bestimmten aber regelmäßigen Gefühl alles aufgebaute in frage stellen? Haben wir vor 20 Jahren einen Fehler begangen? Nicht gesehen wer wir in Wahrheit sind? Waren wir wirklich füreinander bestimmt? Und wer bin ich eigentlich?

    OTK ist natürlich und überzeugend. Realistisch und richtig ausgeführt wird es nicht so schnell vergessen werden. :look:

  • Hallo Maverick, ich habe mir alles genau durchgelesen. Puh, das ist allerdings ein sehr harter Brocken. Da ist eine langjährige Ehefrau, die gar nichts mit dem Spanking zu tun haben will geschweige noch sich damit integrieren könnte. Weil sie eben überhaupt nicht auf sowas steht. Da ist guter Rat teuer. Nur eine 20-jährige Ehe aufgeben wegen seines Spanking-Verlangen? Und auf der anderen Seite die Spanking-Sehnsucht aufgeben wegen der Ehefrau? Das ist brutal. Ich bin ja immer noch ledig und habe es dadurch echt leichter. Aber ich kann mich in deiner Verzweiflung reinversetzen, weil ich das mir gerade so bildlich vorstelle. Wie reagiere ich in dieser Phase? Wie gehe ich mit der Partnerin zu diesem Thema um? Was will ich jetzt wirklich? Wovon will und kann ich mich jetzt wirklich ernsthaft trennen? Fragen über Fragen, die meinen Kopf total sprengen würden. Und ich weiß leider nicht, wie ich dir da behilflich sein könnte. Man, das macht mich so richtig traurig, deine Geschichte. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es sich richtig gibt in deiner Ehe und dass ihr auch einen richtigen und sehr guten Lösungsweg findet.

  • Hallo Maverick,

    Ich kenne das Problem nur zu gut. Ist bei mir nicht anders. Mein Mann kann null damit anfangen und würde es auch niemals bei mir machen. Ausser einem kleinen Klapps auf den Po im vorbeigehen nichts. Aus dem Grund war ich bei einem professionellen Dom. Es hat mir sehr gut gefallen und der nächste Termin steht auch schon. Mein Mann weiß nichts davon und ich glaube, er würde das auch nicht gutheißen. Also lebe ich meine Phantasie ab und zu anderweitig aus. Aber das schlechte Gewissen habe ich genauso wie Du. Tja, man kann nun mal nicht alles im Leben haben.

    Liebe Grüße

  • Danke missdd und Joshua. Naja ist ganz schön verzwickt das ganze und ich glaube das es da keine wirklich unverbindliche richtige Antwort gibt. Ich wusste selbst nicht so genau weshalb ich den riesen Text darüber geschrieben habe wahrscheinlich um es mal von der Seele zu bekommen. Oder vielleicht um zu sehen wie das andere handhaben. Das Beispiel von missdd70 war ziemlich aufschlussreich denn heimlich oder ehrlich ich habe beides ausprobiert. Wie erklärst Du deinem Mann die Spuren oder Striemen die unvermeidbar sind? So wie ich^^ ? Gezieltes Duschen? Und möglichst alleine anziehen? Aus dem weg gehen? Wenn ich wieder spielen will wird es wahrscheinlich heimlich sein. Ist doch egal ........das beschissenes Gefühl ist sowieso immer da wenn man dazu noch ehrlich ist kommen noch Gefühle wie Eifersucht usw. drauf. Die kann ich voll verstehen denn die sind ja natürlich. Jedoch nur komplett unbegründet. Ich sollte meine Partnerin mal mitnehmen um zu zeigen das es sich um nichts sexuelles handelt nur glaube ich nicht das unsere Beziehung danach noch die selbe ist. Vielleicht auch nicht keine Ahnung.

    Schöne Woche noch 8)

    OTK ist natürlich und überzeugend. Realistisch und richtig ausgeführt wird es nicht so schnell vergessen werden. :look:

  • Als jemand, der aufgrund einer günstigen geographischen Lage zwischen Ruhrgebiet und Rheinland mit Großstädten ohne Ende mit vielen SM Clubs und Stammtischen, sehr viele BDSM Kontakte hat, kann ich sagen, dass diese Konstellation Vanilla-Partner, der/die BDSM Neigung im Rahmen von Spielpartnerschaften toleriert, überhaupt nichts ungewöhnliches ist…

    Ich würde die Flinte nicht ins Korn schmeißen und versuchen, da irgendwie mal hinzukommen. Ist wirklich sehr häufig vertreten. Gibt es funktionierend auch hier im Forum.

    Andererseits kenn ich natürlich auch Doppelleben-Beispiele - nur irgendwann haut das nicht mehr hin. Offene Karten würde ich auf Dauer schon empfehlen, missdd70
    Der Maverick ist ja schon über den Punkt hinweg, kann man natürlich überhaupt keine Ratschläge geben, nach meiner Meinung: Schlechtes Gewissen bei Treffen mit Spielpartnern? Nein, nicht wenn sie es wirklich akzeptiert.

  • Da ich zu den Personen im Forum gehöre, die mit einer nicht Spanking affinen Partnerin zusammenleben, möchte ich auch was zum Thema beisteuern. Ich setze da auf Offenheit und fahre gut damit. Im Endeffekt muss natürlich jede/r selbst entscheiden, wie sie/er mit diesem Dilemma umgeht. Das Ganze ist ja auch keine Einbahnstraße. Bedeutet in meinem Fall, dass ich meiner Liebsten die gleichen Freiräume zugestehe, wenn es um spezielle Wünsche geht, die ich ihr nicht erfüllen kann. Wo dann die persönlichen Grenzen liegen, ist dann wieder eine andere Frage.

    Born To Lose - Live To Win

    Lemmy Kilmister

  • Danke missdd und Joshua. Naja ist ganz schön verzwickt das ganze und ich glaube das es da keine wirklich unverbindliche richtige Antwort gibt. Ich wusste selbst nicht so genau weshalb ich den riesen Text darüber geschrieben habe wahrscheinlich um es mal von der Seele zu bekommen. Oder vielleicht um zu sehen wie das andere handhaben. Das Beispiel von missdd70 war ziemlich aufschlussreich denn heimlich oder ehrlich ich habe beides ausprobiert. Wie erklärst Du deinem Mann die Spuren oder Striemen die unvermeidbar sind? So wie ich^^ ? Gezieltes Duschen? Und möglichst alleine anziehen? Aus dem weg gehen? Wenn ich wieder spielen will wird es wahrscheinlich heimlich sein. Ist doch egal ........das beschissenes Gefühl ist sowieso immer da wenn man dazu noch ehrlich ist kommen noch Gefühle wie Eifersucht usw. drauf. Die kann ich voll verstehen denn die sind ja natürlich. Jedoch nur komplett unbegründet. Ich sollte meine Partnerin mal mitnehmen um zu zeigen das es sich um nichts sexuelles handelt nur glaube ich nicht das unsere Beziehung danach noch die selbe ist. Vielleicht auch nicht keine Ahnung.

    Schöne Woche noch 8)

    Hallo Maverick, tut es manchmal nicht gut, sich etwas von der Seele zu reden? Ich bin gerne ein ehrlicher Zuhörer. Und dazu sollte doch hier die Gruppe auch offen sein. Oder doch nicht? Ich persönlich habe auch schon den Bedarf gehabt, mir etwas von der Seele zu reden. Also sollte diese Gruppe auch dafür offen sein und zuhören können. Ich jedenfalls kann ehrlich zuhören.

  • Hi Maverick,

    sobald Eifersucht ins Spiel kommt, wird es enorm verzwickt, weil man mit rationalen Argumenten nicht dagegen ankommt...

    Meine Ausgangslage war einst die gleiche wie bei dir, nur mit umgekerten Geschlechterrollen. Zum Glück konnte sich mein Mann relativ gut mit dem Gedanken anfreunden, dass ich Spielpartnerschaften eingehe. Er hat recht schnell gemerkt, dass die Spielpartner ihm nichts wegnehmen und mir das Spielen einfach gut tut. Wenn man die Neigung ausleben kann, lässt irgendwann auch dieser permanente Druck/Spieltrieb nach (auch wenn das ganz schön lange dauern könnte :lol: ).

    Die letzten 20 Jahre deines Lebens komplett in Frage zu stellen, wird dich nicht weiterbringen.

    Mein Tipp wäre, es noch einmal mit den offenen Karten zu probieren und in etwa so zu argumentieren: Eine Partnerschaft kann niemals ALLE Bedürfnisse abdecken. Für manche Dinge braucht es außenstehende Personen. Eine ganz simple Analogie ist z.B., dass man zuhause im Elektrobackofen niemals eine Pizza hinkriegen kann, die wie aus dem Holzofen beim Italiener schmeckt. ;)
    Vielleicht hat deine Frau auch ein Hobby, das sie ohne dich ausübt, oder eine Freundin, mit der sie endlos über Gott und die Welt quatschen kann? Dann hast du einen guten Gesprächseinstieg.

    Ganz nüchtern betrachtet könnte man dein Ausleben der Neigung mit einem Besuch beim Physiotherapeuten vergleichen. Du bekommst etwas Körperliches, das du brauchst, und danach geht es dir besser. Solange wirklich absolut sicher ist, dass sexuell rein gar nichts passiert...

    Möglicherweise hilft deiner Frau auch das Bewusstsein, dass viele Menschen diese Neigung haben und es viele Partnerschaften gibt, in denen einer gelegentlich spielen geht, ohne den anderen auch nur einen Deut weniger zu lieben. Du hast dir deine Neigung nicht ausgesucht, genauso wenig, wie sie sich ihren Vanilla-Status ausgesucht hat. Also müsst ihr "einfach" das Beste daraus machen.

    Ich wünsche dir, dass du einen geeigneten, ruhigen und entspannten Moment für ein gutes Grundsatzgespräch erwischst.

    Liebe Grüße carolyn

    Wenn du tot bist, weißt du nicht, dass du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen.

    Genauso ist es, wenn du blöd bist...

  • Also ich habe es versucht meinem Mann zu erklären, das ich darauf stehe. Leider Pech - er nicht. Tja, ich gehe ihm auch nicht gerne fremd, aber ansonsten müsste ich darauf verzichten. Er würde es definitiv nicht tolerieren, wenn ich dafür zu jemand anderem gehe. Spuren hat der Dom keine hinterlassen (also nur so unauffällige, die bei mir Tollpatsch eh nicht auffallen). Und ansonsten ist das kein Problem bei uns, da wir selten zusammen ins oder aus dem Bett gehen, oder das Bad zusammen nutzen. Ausserdem habe ich ein dezentes Problem mit dem nackt sein, von daher kennt mein Mann das nicht anders, als mich angezogen zu sehen (natürlich bin ich während dessen nackt, aber nicht davor oder danach).

    Mein Gewissen ist auch nicht rein, und natürlich würde ich es wesentlich lieber mit meinem Mann ausleben. Aber ich habe mittlerweile verstanden, das man manchmal auch Dinge nur für sich selbst tun muss. Und ich gehe ja auch nicht jede Woche zu dem Dom. Wird jetzt erst das zweite mal sein und ist jetzt schon zwei Monate her. Ich hoffe für Dich das Du einen Weg findest und ich finde es bezaubernd, das Du Dich so um die Gefühle Deiner Frau sorgst. Das zeigt, das Du sie liebst und das sie Dich gehen lässt, zeigt auch das sie Dich liebt. Von daher passt ihr schon zusammen und ich schließe mich meinem Vorredner an - Vanilla + SM funktioniert. Ich glaube in jeder Beziehung gibt es da Differenzen, was der eine mag und der andere nicht. Wichtig ist nur, das man sich liebt und füreinander da ist. Der Rest ist nur Sex

    Liebe Grüße

  • Als jemand, der aufgrund einer günstigen geographischen Lage zwischen Ruhrgebiet und Rheinland mit Großstädten ohne Ende mit vielen SM Clubs und Stammtischen, sehr viele BDSM Kontakte hat, kann ich sagen, dass diese Konstellation Vanilla-Partner, der/die BDSM Neigung im Rahmen von Spielpartnerschaften toleriert, überhaupt nichts ungewöhnliches ist…

    Ich würde die Flinte nicht ins Korn schmeißen und versuchen, da irgendwie mal hinzukommen. Ist wirklich sehr häufig vertreten. Gibt es funktionierend auch hier im Forum.

    Andererseits kenn ich natürlich auch Doppelleben-Beispiele - nur irgendwann haut das nicht mehr hin. Offene Karten würde ich auf Dauer schon empfehlen, missdd70
    Der Maverick ist ja schon über den Punkt hinweg, kann man natürlich überhaupt keine Ratschläge geben, nach meiner Meinung: Schlechtes Gewissen bei Treffen mit Spielpartnern? Nein, nicht wenn sie es wirklich akzeptiert.

    Da gebe ich Dir völlig Recht, das ich es meinem Mann sagen müsste. Das würde aber bedeuten, das ich danach Single wäre. Er würde das niemals dulden. Ich weiß, das es wahrscheinlich irgendwann raus kommt. Keine Ahnung, was ich dann tun werde. Aber nach sehr, sehr vielen Jahren Verzicht, möchte ich einfach auch endlich mal ich sein dürfen. Hängt natürlich mit noch sehr viel mehr Faktoren zusammen, die ich aber hier nicht ausbreiten möchte. Summa sumarum, ich gehe das Risiko bewusst ein und ich genieße jede Sekunde davon, den Sex zu haben, den ich möchte.

  • Danke an alle für eure Beispiele und Ratschläge. Die haben mir weiter geholfen alleine schon wegen der verschiedenen Sichtweisen. Ehrlich oder heimlich? Echt keine Ahnung denn ich habe beides versucht und kann beide verstehen. Es kommt immer auch auf die verschiedenen Partner und die Dynamik der Beziehung an. Ich kann missdd70 nur zustimmen wenn Sie es so handhabt. Ich bin nach so einem Treffen immer wie mental aufgefrischt. Persönlich komme ich besser damit zurecht indem ich es sehe wie....... solche Treffen helfen mir mein Leben und meine Beziehung wie gewohnt verlässlich aufrechtzuerhalten........ das beschissene Gefühl ist immer dabei und zwar ob der vanilla davon weiß oder nicht. Da Ist ja auch jemand anderes der verrückte Dinge mit dir macht und somit so gar nicht normal. Wenn der Partner vanilla ist will man nicht das sie diese.......verrückten Dinge.... sieht wenn sie selbst nichts damit anfangen kann. Selbst wenn sie es mal sehen würde kann ich mir nicht vorstellen das die Beziehung danach noch die selbe ist. Weshalb sollte es im positiven anders sein als vorher nur weil sie es mal gesehen hat. Die gesehen und versucht Phasen sind schon vorbei. Im Gegenteil wenn sie mal zusehen würde und danach wäre es wie vorher.... d.h. es hätte sich nichts verändert nur ein zusätzliches Gefühl von Demütigung und Abwertung auf meiner Seite. Das Gefühl hatte ich schon tausend mal. Wenn man den Mut aufbringt und sich persönlich öffnet nur es nicht so erfasst wird wie man es sich erhofft. Natürlich unabsichtlich denn es ist ja nicht zu verstehen wenn man es nicht fühlt. Ungefähr so als ob mir eine ausgiebige Bestrafung angedroht wird weil ich irgendeinen Mist gebaut habe. Man bekommt dieses flaue Gefühl im Bauch und denkt an nichts anderes. Die Drohungen wiederholen sich und die Zeit vergeht. Stunden, Tage und schließlich verläuft sich die Sache im Sand und wird vergessen. Zermürbend frustrierend ich denke jeder von uns kann es sich vorstellen. Man will und soll niemanden ändern um so zu sein wie man es sich wünscht. Das hat niemand verdient und ist würdelos. In meinem Fall .....wenn ich meine Frau auf diese Weise noch mehr bedränge ohne ihr echtes Interesse daran würde sich nichts ändern ausser ihre Sichtweise auf alles. Wenn überhaupt dann müsste ich mich ändern um mich ihr anzupassen denn sie ist ein viel besser als ich.

    In dem Wissen mein Partner würde mich verlassen sobald es ans Licht kommt werde ich es bestimmt genauso machen indem ich alleine und inkognito los ziehe.

    So hab ich es gemacht wenn es mal möglich war.

    Ich muss auch sagen das dieses scheiss Gefühl danach unerträglich war jedoch mein outing gegenüber meiner Frau unfreiwillig war. Wir wurden gezwungen uns damit auseinandersetzen und haben noch keine richtige Lösung. Jedoch nach ein paar mal bei denen sie bescheid wusste war das feeling danach ebenfalls mies und zuhaus zusätzlich so das heimliche Treffen durchaus vorteilhaft sind....... was sie nicht weiß macht sie nicht heiß....... viele Paare erhalten oder retten ihre beziehung indem sie woanders holen was zuhause unmöglich ist. Ehrlich oder unehrlich. In meinem Fall ist es ein anständiger arschvoll. So argumentiert.... Sehr gewagt und weit hergeholt das ist mir bewusst. Nur in meinem Fall hat es einigermaßen funktioniert bis es nicht mehr zu verheimlichen war. Auf der einen Seite ist es erleichternd keine show mehr usw. Auf der anderen Seite ...... echt keine Ahnung aber jetzt im diesem Moment wenn ich über alles nachdenke ist mein erstes und stärkstes empfinden VERLUST. Warum keine Ahnung. Ehrlich unehrlich egal wie es sich entwickelt spanking bleibt meine Leidenschaft.

    Wird schon werden.

    OTK ist natürlich und überzeugend. Realistisch und richtig ausgeführt wird es nicht so schnell vergessen werden. :look:

  • Ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Ich möchte auch auf gar keinen Fall, das mein Mann dabei wäre, weil ich wüsste, das er es nicht ertragen könnte, das mich jemand schlägt. Er ist ja eigentlich mein Beschützer und das passt nicht zusammen. Auch mit ihm das exzessiv ausleben, kann ich mir nicht richtig vorstellen. Er ist total fürsorglich und liebevoll. Von daher könnte ich damit wahrscheinlich auch nicht umgehen, wenn er mir ernsthaft den Hintern versohlen oder eine Ohrfeige geben würde.

    Alles nicht so einfach. Ich für meinen Teil versuche das alles ein wenig auszublenden und die Zeit mit meinem Mann mit Vanilla-Sex (ja mag ich trotzdem auch noch sehr gerne) zu genießen und mir ab und zu den kick mit der harten Variante woanders zu holen.

    So hat jeder sein Päckchen zu tragen und muss für sich einen Weg finden glücklich zu werden

  • Hallo Maverick,

    intensiv und mit großem Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen, da ich im Grunde ein ähnliches Problem hatte, von meiner Partnerin ein Spanking zu bekommen. Ich bin mittlerweile seit 48 Jahren mit meiner Frau verheiratet, die ich sehr liebe und von der ich mich nicht trennen möchte.

    Auch meine Frau kann nicht nachempfinden, dass man am Spanking Gefallen finden kann und es genießen kann. In unseren Anfangsjahren war es dramatisch, wenn ich sie gebeten habe, mich zu versohlen. Sie hat das so interpretiert, dass sie mich offenbar mit normalem Verkehr nicht glücklich machen kann (ihre Worte!), was natürlich Unsinn ist. Sie hat zwar auf mein Bitten hin versucht, mich zu spanken, wobei sie dann zu heulen anfing! Das hieß sofortiger Abbruch der Aktion! In der Folge versuchte ich ihr klarzumachen, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat und Spanking nur eine weitere Spielart beim Sex ist.

    Leider fruchteten meine Erklärungen nicht, wie ich mir erhofft hatte, was zur Folge hatte, dass ich während ihrer Abwesenheit mich öfters selbst spankte, was natürlich auf Dauer sehr unbefriedigend war. Deshalb versuchte ich das Thema in größeren Abständen immer wieder mal anzusprechen, verbunden mit Erklärungsversuchen meiner Gefühle, was aber leider nichts brachte.

    Irgendwann stieß ich auf ein Büchlein im Taschenbuchformat mit dem Titel „Die sexuelle Disziplinierung des Mannes“ von Kim Powers. Darin werden ausführlich die sexuellen Begierden und Neigungen in der Beziehung zwischen Mann und Frau beschrieben! Vor allem wird auch erwähnt, dass solche Erziehungsspiele oft zwischen sich liebenden Paaren stattfinden, dass dabei Liebe und Spaß im Spiel sind und woher diese Neigung zum Spanking kommen kann! Ich habe das Buch gelesen, die meiner Meinung nach wichtigsten Absätze markiert und meiner Frau mit Hinweis auf die Markierungen zum Lesen gegeben.

    Seitdem zeigt sie viel mehr Verständnis für mein Verlangen, auch wenn es ihrer persönlichen Einstellung nach wie vor widerspricht. Allerdings führt sie nur schweigend die Züchtigungen aus, um die ich sie bitte. Zudem bitte ich sie im zeitlichen Abstand von etwa 4 Wochen mich zu spanken, um sie nicht zu überfordern. Mein Wunschdenken wäre allerdings mehrmals pro Woche. Eine Aufforderung ihrerseits für eine Züchtigung als Bestrafung findet nicht statt. Aber ich bin ihr sehr dankbar für ihr Entgegenkommen und genieße jede Züchtigung!

    Zu deinen Aussagen habe ich allerdings noch ein paar Fragen: Du schreibst: „ Wenn überhaupt, dann müsste ich mich ändern um mich ihr anzupassen, denn sie ist ein viel besserer Mensch als ich.“ Ich habe den Eindruck, dass du dich nur gering schätzt, weil du passive Regungen zeigst!

    Des weiteren schreibst du, „Sie mag es auch nicht mehr besonders, versohlt zu werden.“ Wie wäre es, wenn du dich künftig darauf beschränkst, dich lediglich als Passiver von ihr versohlen zu lassen und deine aktive Seite ausblendest? Vielleicht ist ihr das mittlerweile unangenehm.

    Ich wünsche dir sehr, dass du eine vernünftige Lösung findest, obwohl es echt schwierig ist.

    Liebe Grüße Crazyboy54

  • Hi Leute danke für die vielen Meinungen und Beispiele. Die helfen mir sehr, denn ich sehe das dieses Problem nicht nur mich betrifft. Hab ich mir auch irgendwie gedacht. Wenn mann jung ist und heiratet, weiß man wahrscheinlich schon von seiner Neigung. Und der Partner/Partnerin auch, weil schon mal gespielt wurde. Beide glauben 👌 ok alles passt, aber in 20-25 Jahren Ehe einwickeln sich beide weiter. Sexuell natürlich auch. Ich habe anfangs nicht gedacht das meine Neigung so ausgeprägt ist. Das mitspielen damals von meiner Frau habe ich als Interesse oder vielleicht mehr, leider falsch beurteilt.

    Zurückblickend war es alles andere als ein Fehler denn wir lieben uns noch und wir haben uns viel aufgebaut. Wie bei jedem anderen Paar ist es wichtig ständig an der Beziehung zu arbeiten jedoch kann ich meine Frau nicht dazu drängen sexuell oder sonst etwas zu tun was ihr zuwider ist. Bei mir persönlich hört der Reiz und und die Erregung auf, wenn ich weiß das eine Frau mir einen gefallen tut. Sie es im Grunde gar nicht machen würde wenn ich sie nicht so intensiv danach bitte. Ich kann das schwer beschreiben. Crazyboy54 Wow 48jahre Ehe. Kann nur sagen. RESPEKT. Und in 2 Jahren steht die große 50 an. Freu mich für euch. In der Zeit habt ihr bestimmt so einiges erlebt. Wenn meine Frau bei einem ihrer ersten Versuche mich zu schlagen in Tränen ausgebrochen wäre dann hätte ich an der Stelle abgebrochen und ab da nie wieder erwähnt. Persönlich ist es für mich ein riesen abtörner wenn eine frau traurig ist oder sogar am weinen ist. Lustig ist....das ich damit kein problem habe wenn wenn sie dabei über meinem knie liegt8). Ich finde es interessant das ihr es mit einem Buch gelöst habt oder zumindest geschafft es in eure Beziehung einzubauen. Ich freue mich sehr darüber. Wie gesagt 48 Jahre Ehe RESPEKT. Mittlerweile spreche ich das Thema gar nicht mehr an. Bücher, Artikel, podcasts sogar ich selbst hab mal was geschrieben. Unterm Strich kommt es nicht dazu und auch nicht zur Sprache. Ich hab mich damit abgefunden weil wir ansonsten ein gutes Leben haben. Aber schwierig ist es schon ab und zu für mich. Interessant ist auf jeden Fall das ich nicht der einzige mit diesem Problem bin. Und interessant ist auch wie jeder einzelne damit umgeht. Und besonders interessant ist es zu sehen das von ......Forensterben...... keine Rede sein kann8)

    OTK ist natürlich und überzeugend. Realistisch und richtig ausgeführt wird es nicht so schnell vergessen werden. :look:

Spankingträume

Hallo, wir sind die Gemeinschaft der Spankingträume. Spanking wird dem weiteren Feld BDSM zugeordnet. Viele Menschen träumen, ob insgeheim oder ganz offen, von körperlicher Züchtigung als erotische Spielweise - egal in welcher Stellung, ob nun mit der Hand, dem Paddle, Teppichklopfer, Kochlöffel, Gürtel, Peitsche, Gerte oder Rohrstock. Auch wenn es sich um Spielarten wie Internat bzw. Lehrer und Schüler, Master and Slave, Dominanz und Submission, Ageplay etc. handelt, ist die Basis immer eine einvernehmliche Handlung unter volljährigen Personen. Darüber hinaus gilt im Spanking wie im BDSM der Grundsatz "sane, safe, consensual" (SSC).

Das Forum bietet Gelegenheit, sich virtuell zu allen möglichen Themen rund um unser Hauptthema auszutauschen. Dabei muss es nicht zwingend um spanking oder andere Spielarten des SM gehen. Auch Themen aus eher alltäglichen Bereichen sind reichlich vorhanden und werden von vielen gerne diskutiert.

Wir reduzieren unsere Kommunikation hier nicht nur auf das Thema spanking, sondern unterhalten uns auch gerne über Politik, Literatur, Musik oder Film.

In der Galerie haben die Mitglieder die Gelegenheit, eigene Fotos oder Videos zu präsentieren und auch über diese mit anderen Mitliedern zu reden.

Der Kalender schafft eine einfache Möglichkeit, Termine bekanntzumachen und Erinnerungen an diese einzustellen. So geht keine Veranstaltung unter.

Wir haben auch eine Reihe von Mitgliedern unter uns, die gerne mal eine Spanking – Geschichte schreiben und auch diese dann im Forum veröffentlichen.

Einiges hiervon liegt natürlich im geschützten „Ü-18 Bereich“, aber dazu mehr in den entsprechenden Forums – Themen.

Charakteristisch für unsere Community ist, dass wir uns nicht nur virtuell austauschen, sondern auch mehrmals im Jahr reale Treffen und Spankingpartys veranstalten. Ein Highlight ist dabei sicher unser alljährliches Hüttentreffen auf der Schwäbischen Alb im Spätherbst.

Aber auch klassische Partys und Rollenspiele, vorwiegend im süddeutschen Raum, sind unser Ding. Es gibt auch kleinere Gruppen Leuten, die private Events organisieren, um in ein bestimmtes Thema tiefer einzusteigen.

Wer abseits des Partylebens nach realen Kontakten sucht, dem sei der Kontaktanzeigen – Bereich ans Herz gelegt.

Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich zu präsentieren und bekannt zu machen.