Hallo an alle. Ich hab ein Thema das mich persönlich betrifft und wahrscheinlich sehr viele von euch auch. Meine Frau und ich kennen uns inzwischen schon fast 25 Jahre. Damals wurden wir verkuppelt und hätten unterschiedlicher nicht sein können. Doch Unterschiede ziehen sich bekanntlich an und so feiern wir nächstes 20. Hochzeitstag. Wir lieben und respektieren uns gegenseitig sehr daran hat sich nichts geändert. Ich habe ein Haus gebaut, wir haben 2 glückliche Kinder, Freunde/Familie alles freundlich und normal....... ein schönes Leben halt, so wie es viele führen. Nur bei uns gibt es ein Problem das unsere Beziehung sehr stark auf die Probe gestellt hat und immer noch eine Herausforderung ist.
Meine Frau ist »Vanilla« ......Vanilla....... ist eine Person die keine Spanking Leidenschaft,Passion, Vorliebe,Fetisch hat wie man es auch immer nennen mag. Den Ausdruck Vanilla habe ich aus verschiedenen Podcasts die ich ab und zu höre. Wie auch immer.... bei mir ist die Spanking Leidenschaft ziemlich ausgeprägt, indem ich es ständig im Kopf habe seit ich ein Kind war. Mal mehr mal weniger. Richtig verstanden und akzeptiert habe ich es erst später. Vorher hab ich mich irgendwie unsicher und nicht normal gefühlt. Hab mich auch geschämt deswegen. Zurückblickend muss ich auch sagen das ich als halb Amerikaner in der Erziehung und Kultur auch mit Bestrafung aufgewachsen bin. Leider war es bei mir aber oft auch unnötig brutal und unkontrolliert, aber das ist eine andere Sache. Am Anfang waren wir auf dem selben Level und es hat uns beiden gefallen den anderen etwas zu versohlen. Doch im Laufe der Jahre hat sich das geändert und es hat sich gezeigt..... dass ihr anfängliches gefallen daran .....beim erkunden bzw. ausprobieren stehen geblieben ist, wobei mein Interesse und Spaß daran, sich als Leidenschaft oder Passion entwickelt haben. Das bedeutet nicht das ich häufig meine Vorliebe auslebe, leider ist eher das Gegenteil zur zeit der Fall.
Wir haben natürlich schon oft versucht spanking in unsere Beziehung einzubauen aber ich kann es nicht genießen und entgegennehmen da mir bewusst ist ..... sie macht es als gefallen und nicht weil es ihr gefällt. Man merkt das sie es es nicht fühlt oder ihr Ding ist. Sie mag es auch nicht mehr besonders versohlt zu werden. Sie könnte es nie so tun wie ich es bräuchte und ich kann es bei ihr nicht umsetzten wie ich will. Ich bin mir nicht mal so sicher, ob ich wirklich will, das mich meine frau dabei sieht wie ich es mir wünschen würde versohlt zu werden. Den Sex beeinflusst es nicht. Aber somit ist es für mich unmöglich mich entsprechend fallen zu lassen um so bestimmte Emotionen und Gefühle raus zu lassen(Subspace)die im alltag immer stets verborgen bleiben. Für mich ist das die einzige Möglichkeit das zu tun. Ich glaube aus diesem Grund habe ich neben der aktiven auch eine passive Spanking Neigung. Natürlich hat das ganze Thema auch einen erotischen Aspekt. Jedoch wenn ich passiv bin steht für mich eindeutig die Bestrafung im Vordergrung. In vielen Gesprächen hab ich versucht das zu erklären, ist aber verständlicherweise schwer zu verstehen...... um mit sich und dem bereits erlebten klar zu kommen, will mann wie früher, als man noch ein kind war streng bestraft werden....... ist wirklich verstörend zu hören aber wie ich heute weiß überhaupt nicht außergewöhnlich. Wenn ich der aktive bin dann ist es rein aus Spaß und Verantwortung. Es gefällt mir wenn sich der Rücken einer unartigen Dame durchbiegt, wenn meine Hand oder ein Gürtel auf ihren Hintern klatscht und während sie dabei über meinem Knie liegt. Der eigentliche Reiz ist jedoch die Verantwortung und die Möglichkeit genau das zu geben wonach ich so verzweifelt suche. Das ist meine Passion mein talent. Ich kann nachvollziehen weshalb und auf welche Weise man sich wünscht bestraft zu werden. Ich investiere sehr viel Zeit und Phantasie darin weil ich mich real hineinversetzen kann. Alles daran fasziniert mich. Das man auf diese Weise wieder Gleichgewicht und Ausgeglichenheit findet ist einfach genial. Und alle auf verschiedene Weise/Intensität/location/situation/Szenario/Vergangenheit. Das hat ein riesiges Potenzial und wird meiner Meinung nach unterschätzt. Aber ich würde es bei mir immer noch als passion und nicht als fetisch bezeichnen da ich auch ganz normal Sex haben kann ohne das spanking dabei eine Rolle spielt.
Irgendwann habe ich begonnen kontakte zu anderen zu suchen. Meiner Frau habe ich nichts gesagt davon. Gefesselt wollte ich mehr wissen weil ich super neugierig war und unerfahren sowieso. Natürlich war ich mega egoistisch und ein riesen Arsch meiner Frau gegenüber weil das natürlich auch lügen und verschweigen beinhaltet. Aber ich war auch Stur. Und Verdruss/Enttäuschung haben meine Entscheidungen geprägt. Ich hatte immer das Gefühl etwas zu verpassen/verdrängen was zu meiner Persönlichkeit gehört. So vergingen ein paar Jahre die mir viele treffen und Erfahrungen ermöglichten. Es waren fast alles sehr schöne treffen. Aber das schlechte Gewissen meiner frau gegenüber vorher und nachher war immer extrem beschissen. Hier muss ich aber gleich betonen, das bei keinem dieser Treffen, egal ob privat oder professionell es zu irgendeiner sexuellen Handlung zwischen mir und der jeweiligen Partnerin gekommen ist. Ich könnte meine Frau niemals verletzen. Ich liebe sie sehr und würde sie auch nie verlassen. Ich weiß auch das sie ähnlich über mich denkt.
Irgendwann ist es aber logischerweise dazu gekommen das sie Verdacht geschöft hat und so kam es zum großen Gespräch. Es stand viel im Raum. Trennung? Scheidung? nochmal versuchen das Thema einzubauen? Das wichtigst ist auf jeden Fall alles auf den Tisch zu bringen. Reden reden reden. Und dabei ehrlich sein. Wenn es einen Weg gibt dann ist das die Grundlage. Jedenfalls was uns betrifft. Es ist super schwer aber sobald meine Frau verstanden hat das es ......FÜR MICH........ kein sexuelles sondern vielmehr einen Psychologischen Hintergrund hat ist es leichter geworden. Es waren lange Gespräche. Oft kam es auch zum Streit. Sie hat auch erwähnt das ich immer wie verändert,gut gelaunt irgendwie erleichtert von meinen treffen zurück komme ohne das sie wusste wo ich eigentlich war. Schließlich kamen wir zu dem Schluss..... Ich darf zu treffen gehen aber sie will nicht getäuscht oder belogen werden. Das kann ich absolut nachvollziehen und am Anfang habe ich mich riesig darüber gefreut. Doch nach ein paar treffen weiß ich das jetzt vielleicht noch schwieriger werden könnte. Das schlechte Gewissen vorher und nachher ist geblieben weil ich das eigentlich mit meiner Frau tun sollte. Dazu kommt noch, jetzt wenn es meine Frau mitkriegt ist ihr Verhalten mir gegenüber verständlicherweise an den Tagen vorher nachher von Eifersucht und misstrauen geprägt.
Sie kann nicht mit dem Thema spanking anfangen das respektiere ich. Ich verlange es nicht von ihr denn ich will sie nicht dahin verändern was sie nicht ist. Perfect so wie sie ist und sie ist auch noch die liebste person der welt.... allein schon das sie es mir vertraut und ermöglicht andere zu treffen ist außergewöhnlich und ich hab sie eigentlich nicht verdient. Aber es verletzt sie wenn ich adere treffe und so habe ich seit einiger Zeit damit aufgehört.
Das ist jetzt zwei jahre her. Unsere Beziehung ist besser aber mein Zustand ist eher nicht so wie vorher. Und so haben sich auch alle meiner Kontakte aufgelöst. Jetzt ist man komplet alleine weil niemand abgesehen von der Frau davon weiß aber sie leider nicht das gleiche Interesse hat.
Das kann zeitweise Einsamkeit,selbst zweifel,Depressionen und resignation bedeuten. Böse Gedanken. Und solch Phasen werden immer regelmäßiger. Ich hab ein gutes Leben, nur kommt es mir ziemlich beschissen vor. Ist es das alles wert? Ich kann kein komplettes Leben wegen einer Leidenschaft aufgeben? Wegen einem bestimmten aber regelmäßigen Gefühl alles aufgebaute in frage stellen? Haben wir vor 20 Jahren einen Fehler begangen? Nicht gesehen wer wir in Wahrheit sind? Waren wir wirklich füreinander bestimmt? Und wer bin ich eigentlich?